Natürliche Dämmung mit Hanf

Hanf hat sich in vielen Bereichen wie unter anderem der Medizin, der Kleidung, der Nahrung und nun sogar in der Dämmung etabliert. Der natürliche Rohstoff reguliert nicht nur die Feuchtigkeit, sondern gilt gleichzeitig als äußerst pflegeleicht und einfach im Anbau. Der Hanf ist THC-arm und kann bis zu zwei Mal im Jahr geerntet werden. Sein schneller Wuchs und der Verzicht auf Chemikalien beim Anbau machen die Dämmung daher besonders beliebt und umweltschonend. Wir klären über die Eigenschaften von Hanf als Dämmung auf und sagen Ihnen, ob sich ein Wechsel der Dämmung für Sie lohnt.

Wie wärmeleitfähig ist Hanf?

Der natürliche Rohstoff gilt als äußerst wärmeleitfähig und überzeugt sowohl im Winter als auch im Sommer. Kälte wird im Winter zuverlässig draußen gehalten – im Sommer kann diese Kälte nicht entweichen. Vergleicht man Hanf mit dem häufig verwendeten Dämmstoff Styropor, so kommt er auf eine ähnliche Leistung. Dafür ist es jedoch nötig, eine Schicht von etwa 15 Zentimetern oder mehr zu erreichen. Die Leitfähigkeit der Pflanze liegt durchschnittlich bei 0,042 Watt pro Meter.

Hanf ist feuchtigkeitsregulierend und robust gegen Schimmel

Bei der Dämmung ist es wichtig auf eine gute Feuchtigkeitsregulierung zu achten. Lässt die Dämmung bei hoher Feuchtigkeit nach, sind die positiven Eigenschaften schnell Vergangenheit. Hanf bleibt in seiner Wirkung stabil und nimmt die Feuchtigkeit ohne Einbußen auf. Die Faserstruktur sorgt dafür, dass das natürliche Material die aufgenommene Feuchtigkeit einfach wieder abgeben kann und so folglich besser durchtrocknet. Schimmelsporen haben es hier vergleichsweise schwer Fuß zu fassen, weshalb Hanf eine wunderbare Möglichkeit für Räume mit einer höheren Luftfeuchtigkeit ist.

Wie nachhaltig ist Hanf?

Hanf als Dämmmaterial ist grundsätzlich unbedenklich und äußerst nachhaltig. Hanf ist ein nachwachender Rohstoff, der ohne Chemikalien auskommt und natürlich angebaut wird. Wer auf eine reine Hanfdämmung setzt, leistet so einen Beitrag zur Umwelt. Dennoch sollte man auch hier beachten, dass es Zusätze gibt, die hinterfragt werden sollten. Gerade beim Brandschutz kommt man oftmals um die Hinzugabe von beispielsweise Borsalz nicht drumherum. Eben solche Zusätze sind oftmals bedenklich und nicht schonend zur Natur. Welche Stoffe genau enthalten sind, ist jedoch ausgewiesen.

Schallschutz und Brandschutz – was kann der Rohstoff?

Die nahegelegene Autobahn, der Kindergarten um die Ecke oder die Einkaufsstraße direkt vor der Tür – hat das Haus keinen geeigneten Schallschutz wird das Wohnen oftmals zur Geduldsprobe. Ein hochwertiger Schallschutz ist hier unabdinglich und steigert das Wohngefühl erheblich. Hanf kann bei diesem Punkt in jedem Fall überzeugen und eignet sich für die Dämmung hervorragend. Hanf schützt hervorragend gegen eine von außen stammende Geräuschkulisse.

Der Brandschutz liegt hingegen im normalen Bereich und ähnelt auch hier dem Styropor. Doch erst Zusatzstoffe machen die Hanfdämmung sicher – dies sollte beim Kauf beachtet werden.

Lohnt sich Hanf zur Dämmung – das Fazit

Ob sich der Kauf von Hanf für die Dämmung wirklich lohnt, muss von Fall zu Fall betrachtet werden. Bei mehrstöckigen Gebäuden und Reihenhäusern kann der normal brennbare Stoff nicht eingesetzt werden. Zu groß wäre die Gefahr einer Ausbreitung von Feuer im Ernstfall. Normale Wohnungen aus Holz oder Stein profitieren jedoch von dem leichten Material. Wer auf eine hochwertige qualitative Dämmung setzen möchte, kann so zudem etwas für die Umwelt machen.

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